... die Liebe ...

Sie kann verletzen, sie kann weh tun.

Gibt es überhaupt die "große Liebe", die ein Leben lang anhält? Immer öfter wird von "Entwicklung" - somit von "Entfremdung" gesprochen. Hat  "Liebe" aber auch nicht etwas mit Vertrauen, Zusammenhalt in guten und schlechten Tagen, mit "einander kennen" zu tun und sollte nicht somit eine "gemeinsame Entwicklung" stattfinden?

 

Können Menschen überhaupt noch aufrichtig lieben? Konnten Menschen jemals "aufrichtig Lieben"? Gibt es diese Wortkonstellation überhaupt? Was beinhaltet der Begriff "Liebe" überhaupt?

 

Viele nennen "Sex" als Erstes. die "One Night Stands" allerdings haben meist nichts mit gegenseitiger Liebe zu tun (wenn überhaupt). Seitensprünge werden damit gerechtfertigt, dass die sexuellen Handlungen nicht befriedigen mit der "großen Liebe". Somit kann "Sex" kein Begriff von "Liebe" definieren.

 

Tja... und nun?

verquert am 28.5.12 04:37


"Wer bin ich?"

So viele Menschen stellen sich diese Frage... viele Lektüren von der Philosopie, Psychologie, Gehirnforschung, [....] sind vorhanden. Vor allem die "Midlifecrises" ist dafür bekannt, dass sich diese Frage gestellt wird und immer mehr Jugendliche begehen einen Suizid, da diese Frage sie nicht beantworten können.

 

Ist diese Frage aber wichtig!?

Ich mein.... irgendwann haben die Menschen einst gewusst, wer und was sie sind. Weil gemerkt wurde, dass mit den Eigenheiten kein Leben möglich ist, wurde sich angepasst. Wurde nach den Regeln gelebt, die die Gesellschaft vorgibt. Die berühmte "Maske". Ich habe viele Personen gehört, die dieses Wort gleich beschrieben haben. Für die der Hintergrund des Wortes eine Last darstellt. In Krisen stürzen, weil sie diese Maske "aufsetzen" müssen, um zu funktionieren. Wird die logische Schlussfolgerung genannt, hielten sehr viele Inne. Die Traurigkeit/Verzweiflung wurde größer.... weil erst dann die Frage aufkam, "wer bin ich denn nun eigentlich!?"

 

 Dürfen wir uns selbst Treu bleiben?

Bereits in der Schule (und zum Teil auch im Kindergarten) ist es wichtig, "dazuzugehören". Ohne zu Hinterfragen. Wer nicht "In" sein möchte, wird meist gemobbt. Schließlich ist es einfacher "vereinzelte Personen" zu kränken, provozieren, [...] . Über wen sagt dieses Verhalten also mehr etwas aus? Aus dem "Anführer", der glaube andere Personen fertig machen zu müssen oder die einzelne Person, der "anders" ist? - Vielleicht !?

 

Welche "Rolle" spielen wir in diesem Leben überhaupt?

Wenn einander kennengelernt wird, ist die erste Frage zumeist "welchen Beruf hast Du gelernt und was arbeitest Du derzeit?" Auf eine Nachfrage, weswegen diese Frage gleich zu Beginn gestellt wird, hieß es im Endeffekt sehr oft "Gewohnheit"... (also "abgeschaut" und "leichterer Einstieg zum Kennenlernen". Aber was sagt der Beruf tatsächlich aus? Viele Menschen können sich keinen "perfekten Arbeitsplatz" aussuchen. Keine "perfekte Ausbildung". Und der Druck und Stress auf Arbeit erhöht sich auch. Natürlich ist es schlecht beim ersten Kontakt zu fragen "Welche Hürden belasten Dich gegenwärtig am Meisten?" - Wahrscheinlich wäre diese Frage jedoch authentischer. Wobei so manche Personen auch gar nicht zuhören möchten. Andere hingegen verschlossen sind (und es bleiben wollen). Vielleicht liegt hier das Mittelfeld. Im Internet jemanden kennenlernen!? - Es kann ganz gewiss funktionieren. Und doch ist es nicht vergleichbar, wie mit der Körpersprache. Denn die Körpersprache verrät nichts über die Schulbildung, den Beruf oder die Sorgen. Sondern der Körper teilt die Gefühle, das Erleben mit. Emotionen, Anspannung/Zurückhaltung/Impulsivität/.....

 

 

Diese Zeilen stammen von einer Träumerin. Eine Träumerin, die sich "wehren" möchte, gegen die ganze "Anpassung". Denn es gibt mehr, als "schwarz" und "weiß". Aber solang, wie noch die Ausgrenzung und die Vorurteile so enorm hoch liegen, wird es kaum ein "buntes Miteinander" geben können.

 

Oder wie war das mit "körperliche, psychische und geistige Behinderung", "Homosexualität", "geminderte Intelligenz", "Messis", "Emos", [.....]

 Randgruppen, die keine Randgruppen sein bräuchten. Weil auch sie nur eines sind: "Mensch". Und wenn jeder ehrlich zu sich sein könnte, weiß niemand so recht, wer er eigentlich ist. Was er/sie im Leben darstellt.... nur der Unterschied ist, die einen suchen danach, den anderen ist es egal. 

 

Es ist also irrelevant... "wer man ist"? 

Nein, nicht unbedingt. Denn es gibt Träume, Hoffnungen im Leben. Die meisten mussten in der Kindheit bereits vergraben werden, weil sich angepasst werden musste. "Freidenker" wurden ausgegrenzt. Meist in Depressionen verfallen. Fragt Jugendliche, die andere Personen tyrannisieren.... sich selbst schädigen, nach ihren Hoffnungen, Träumen, Ziele. Sie werden keine nennen können. Ohne Hoffnung, ohne Glauben an sich Selbst.

 

Zuversicht ist wichtig. Dafür ist es notwendig, einige seiner Stärken zu kennen. Wenn auch nicht mit Namen.. denn wichtiger ist das Gefühl "ich schaffe das"! Selbst-Bewusstsein entwickeln (dürfen). Und wenn etwas schief geht, dann sich nicht entmutigen lassen, sondern als Möglichkeit sehen, neue Wege zu bauen, die zum Ziel führen können. Manchmal ändern sich die Ziele auf dem Weg. Aber niemals sollte das Ziel umgewandelt werden in Resignation. Und wenn doch, dann wird es Zeit, erneut nach Kindheitsträumen zu graben. Und hierbei spielt es auch kaum eine Rolle, wer versucht hat, die Person zu zerstören. Und wie tief man selbst abgerutscht ist. Denn Mut, Lebensfreude und Energie kann sinken. Aber alles, was sinkt, kann wieder auftauchen.

 

 

"Alle sagten: 'das geht nicht'. Dann kam einer, der wusste es nicht und hat es getan!" (Verfasser: unbekannt)

 

Glaubt an euch und geht euren Weg. Das ist auch die beste Rache!

verquert am 27.5.12 19:39


Kontakte knüpfen / Freunde finden

Freunde finden ist sehr schwer. Vor allem, wenn das eigene Selbstwertgefühl kaum in der Lage ist, jemanden vielleicht auch ansprechen zu dürfen. Leichter geht es schon innerhalb einer Interessengemeinschaft. Vielleicht in einem Internetforum, vielleicht aber auch in einem Verein.

 

Doch was braucht es, um "auf der Straße" Freunde zu treffen?

:. ein gutes Bauchgefühl.
viele Personen mit psychischen Problemen haben dieses. Die Gegenrechnung ist, dass meist die Personen "ausgesucht" werden, wo ähnliche "Täterstrukturen" herrschen. So beim Schreiben komme ich mir etwas zynisch vor. In diesem Fall aber gar nicht gemeint, weil es lange braucht, um "neue Wege" zu wählen und diese umzusetzen. Was aber ein anderes Thema darstellt. Die Grundthese bleibt bestehen: viele Personen mit psychischen Problemen haben ein gutes Bauchgefühl.

 

:. einen Grund, jemanden anzusprechen.
Diesen Gedankengang empfinde ich schon als viel schwieriger. Weil was kann angesprochen werden? Und wie wird die andere Person auf das Gesagte reagieren? Werde ich vielleicht auch abgelehnt? Standartfloskeln empfinde ich als sehr ungeeignet. Weil sie "Standartfloskeln" sind. Nichts aussagen, außer die Botschaft, dass man selbst vielleicht zu unkreativ ist, eigene Aussagen zu kreieren. Sich kaum selbst Gedanken machte. Vielleicht werden auch "Standartfloskeln" verwendet, um nichts von sich selbst erzählen zu müssen (Schutz vor Verletzungen). Aber, wir lernen aus diesen Gedankengängen

  • wie man es macht, meist macht man es falsch. (ja, das ist etwas zynisch). Wichtiger finde ich die folgenden Punkte:
  • was auch immer gesagt/getan es wird unbewusst eine "Ich-Botschaft" gesendet und
  • "Schutz vor Verletzungen" - Worte haben "Macht". Worte können verletzen... weswegen also nicht dieses Wissen auch anwenden?

 

Wenn eine Person die Aufmerksamkeit auf sich zieht, die eigenen Gedanken mitteilen, dass gerne die Person kennengelernt werden möchte, kann sich vielleicht überlegt werden, weswegen gerade die Person aufgefallen ist. 

:. vielleicht waren es die Worte, die ausgesprochen wurden
:. vielleicht das Lächeln (eine Geste), das geschenkt wurde
:. vielleicht die Klamotten, die sehr gefallen
:. die Haare, das Erscheinungsbild, .... die Art des Seins....

 Genau diese Worte könnten vielleicht ausgesprochen werden. Anerkennung, Lob, Beachtung. Als "Ich-Botschaft" kann gesendet werden

:. "Dich habe ich beachtet, ich interessiere mich für Dich"
:. "ich habe mir Gedanken über Dich/Deiner Person gemacht.
:. "Du bist mir positiv aufgefallen...."

 

 Und vielleicht, wenn auch die betreffende Person Interesse an ein Kennenlernen hat (und auch Zeit / die Situation "angepasst" ist), wird vielleicht auch reagiert, weiter gesprochen... oder Kontaktdaten ausgetauscht.

 

Und falls kein Interesse besteht, war es gut für das Karma. Denn ein aufrichtiges Lob auszusprechen, das ist oftmals gar nicht so einfach....

verquert am 25.5.12 07:53


Der Mut zum Aussprechen der Gedanken

Immer wieder lese ich, dass sich nicht getraut wird, etwas zu schreiben, aus Furcht, es könnte "falsch" sein. Was aber ist daran schlimm, wenn etwas falsches geschrieben wurde? - Oftmals, die Furcht vor möglichen Reaktionen. Die Angst vor "Beschimpfung"... das wiederum hat allerdings etwas mit Respekt der anderen Person zu tun und nichts mit der eigenen.

 

Kritik äußern ist eine Kunst, die viele nicht beherrschen. Es wird geschimpft, beleidigt, der Gegenüber wird herabgesetzt. Genau diese Worte werden angenommen und nicht reflektiert. Dabei spielt es keine große Rolle, ob die Worte 100% der Wahrheit entsprechen (was sowieso niemals sein kann). Denn worauf es ankommt, ist die Diskussionsfähigkeit.

 

Auch ich Schreibe aus meinem Erleben, meinem Empfinden. Viele haben andere Meinungen, Gedankengänge, resultierend aus Erlebnissen. Sich darüber austauschen kann spannend sein, wenn der Respekt gegenüber passt. Andere Meinungen überdacht werden können - und somit zugelassen werden. Beidseitig.

 

Friedrich Nietzsche ... in seiner Zeit, aber auch heute, reißt er mit seinen Gedankengängen viele Menschen mit. Andere hingegen finden seine Ansichten albern, kitschig, rassistisch,....

 

Sigmund Freud... der Begründer der Psychoanalyse... allerdings wurden schnell seine Ansichten von Carl Gustav Jung dementiert, woraus sich eine andere Therapieform (die analytische Psychotherapie) entstand.

 [...]

 

 

Ich glaube, am Wichtigsten ist es, zu wissen was gesagt wird. Sich nicht von anderen Meinungen abschrecken lässt, sondern eher die Meinung ändert, wenn sie besser, verständlicher klingt. Aber sie sollte in keinem Fall geändert werden, aus Angst oder ähnlichen Gründen.

 

Mut zur eigenen Meinung. Mut zur Hinterfragung... Mut zur Auseinandersetzung mit der eigentlichen Thematik.

winni am 16.9.11 15:23


Ressourcen in Krisenmomenten

Ich glaube, am Schlimmsten ist es, wenn auch noch die Hoffnung verschwindet, wenn gar nichts mehr zu funktionieren scheint. Wenn aufgegeben wird, weil das Leben.... einfach mies ist. Dann steigt die Angst. Denn irgendwie muss die Leere gefüllt werden, oder nicht!?

 

Die Resignation... wenn nicht mehr an sich selbst geglaubt wird, werden kann. Weil gar nicht mehr die Momente gesehen werden (wollen), die bereits hinter einen liegen. Wenn die Frage aufkommt "Wie viel kann ein Mensch aushalten, bevor er aufgibt." Ist die Frage wichtig?

 

Viele Augenblicke führten durch schwierige Zeiten. Krisen... ganz tiefe Krisen. Immer und immer wieder wurden Wege gefunden, sich von dieser Krise zu befreien. Das ist eine Stärke. Eine Stärke, die jeder in sich trägt. Aber dann... die Hoffnung ist weg. Sie ist einfach gegangen. Abgelöst durch ... die Scham, die Wut, die Angst, der Hass. Die Verzweiflung oder durch die Resignation. 

 

Wo Mutlosigkeit ist, da ist der Mut nicht weit entfernt?

Wo die Hoffnungslosigkeit existiert, wird auch die Hoffnung zu finden sein?

 

Wenn eine schlechte Zeit den Tag, die Tage bestimmt, dann ist Hoffnung nicht weit. Hoffnung, auf eine andere Gegenwart. Denn irgendwo ist der feste Glaube da, dass diese Gegenwart auch angenehmer ist. Die Erfahrung wurde gehört, oder schon erlebt. Diese Zeit spüren... mit sich und der Umgebung ... und den Gegebenheiten zufrieden sein dürfen, das ist nicht nur eine Kunst die Gegenwart so zu respektieren, wie sie ist, sondern auch die Kunst, etwas zu wagen. Sich fortzubewegen. Schließlich kann nur ein Ziel erreicht werden, indem hingelaufen wird. Indem versucht wird, das Ziel zu erreichen. Weil gehofft wird, dass dieses Ziel eine bessere Zukunft bereithalten wird. Manchmal wird bemerkt, dass der Weg nicht funktioniert oder das Ziel nicht die Erwartungen bereit hält. Aber.... in dem Moment, wo gegangen wurde, war die Angst weniger vorhanden. Mut und Hoffnung nahmen ihren Platz ein. Vor allem der gefühlte Hilfslosigkeit konnte bewiesen werden, dass es sich lohnt, neue Wege zu wagen. Dass die Energie, der Kampfgeist auch in Dir steckt.

winni am 31.8.11 16:09


Gedicht: Reizüberflutung in der Schule

Reizüberflutung
Copyright by winni
2010
 
Ihr ist es zu laut, unter dem Tisch sitzt sie.
Schaukelt mit dem Körper, ihre Arme um die Knie.
Eine monotone Melodie summt sie für sich
Das Rennen der Kinder ist für sie fürchterlich .

Dem Geschrei versucht sie zu entfliehen
der Lehrer sagt: sie soll dem sich nicht entziehen,
spielen soll sie mehr mit den anderen Kindern
nur das Ohrenzuhalten kann den Lärm noch verhindern.

Sie will schreien, so viel Gewirr in ihr
Sie will laufen, einfach fort von hier.
Doch Tadel hat sie einst bekommen,
als sie sich so einmal benommen.

Warum sieht er nicht, wie sehr sie leidet
Unter der Lautstärke die sie umringt?
Dass es nicht die Kinder sind, die sie nun meidet,
Sondern das Chaos, dass sie durcheinanderbringt?


Es klingelt die Schule zur Stunde hinein.
Die Kinder kommen mit viel Gelächter, Geschrei.
Das Mädchen es wimmert, will weg von dem Ort
doch sie muss bleiben und darf jetzt nicht fort.

Nun geht es weiter mit den Stunden
den Stress von eben hat sie nicht überwunden
auf ihrem Platz nun sitzt sie unbewegt
die Pause hat sie aufgeregt.

Nun mag sie nur nach Hause gehen
will nichts hören, auch nicht sehen
mag sich nur im Schrank verstecken
mit vielen Kissen und auch Decken.
winni am 29.8.11 01:49


Die Kunst sich selbst zu mögen

 

    Viele Tiefschläge musste sie in ihrem kleinen Leben bereits ertragen. Immer wieder sucht sie die Schuld bei sich, schließlich weisen sie alle darauf hin, wie unfähig sie doch sei. Und Personen, die das nicht machen, wenden sich von ihr ab. Sie fühlt sich .... als "Unfähigkeit in Person", innerhalb diesen Lebens. Sie spürt sich selbst nicht mehr. Und sie ist ihr größter Feind."

     

     

Sich abhängig machen von anderen Personen, ist menschlich. Schließlich sind wir Menschen auf Rückmeldungen angewiesen, weil alles wissen wir nicht. In Wahrheit wissen wir kaum etwas. Wir Leben nach den Sitten und Bräuchen der Nationalität. Haben unseren Lebensstandart und unser Denken wird oftmals ebenso von Rückmeldungen anderer Personen oder Ereignissen geprägt.

 

Ob die Möglichkeit besteht, aus diesem System auszubrechen? So ganz allein? Selbst zu reflektieren, ohne in ein "Schwarz-Weiß-Denken" zu geraten? Denn natürlich kann sich gefragt werden, weswegen die Person(en) nur am kritisieren sind und keine guten Worte übrig haben. Die andere Sichtweise wäre jedoch: ob die andere(n) Person(en) vielleicht ihr Verhalten gar nicht bemerken, aber auch nicht darauf hingewiesen wird, weil die Kritik keine Widerworte zulässt.

 Oder vielleicht ist die Person auch zu überfordert, um mit der Situation anders umzugehen. Weil immer wieder abgeblockt wurde, als Hilfestellungen angeboten wurden... weil die Zeit auch den Angehörigen und vielleicht "Helfer" in eine Art Verzweiflung trieb.

 

Wo im Endeffekt beide die gleiche Situation erleben: Abblocken. Denn im Endeffekt ist (keine konstruktive!) Kritik auch ein Zeichen von Überforderung. "Sich Luft machen".... "Den Ärger rauslassen". Wenn beide genau diesen Weg weiterführen, so wird es nie eine gemeinsame Basis geben können. Weil beide in ihrem Muster gefangen bleiben. Nicht zum Umdenken kommen, weil der Kontakt weiterhin gesucht wird. Schließlich gibt es eine Art Verbundenheit zwischen beiden Parteien.

 

Die Co-Abhängigkeit ist geschaffen.

 

Und der einzige Weg daraus, kann nur ein konstruktives Gespräch sein. Wo beide Parteien sich als "erwachsene Personen" zeigen. Sprich: selbstbewusst, zielorientiert, sachlich und bereit zuzuhören. konstruktive Kritik anzunehmen, damit gemeinsame Lösungen erarbeitet werden, um das alte Muster zu durchbrechen.

 

Oft kann eine Beratungsstelle. eine unparteiische Person (Paartherapie, wo auch Freunde sich manchmal hinwenden können) weiterhelfen.

winni am 29.8.11 01:03


Der Mensch

Viele Menschen streben nach Perfektion. Wenn sie etwas machen, soll es tadellos sein. Warum ist es denn aber so wichtig?

 


 

    Lina kommt von der Schule nach Hause und bringt eine 1 in Physik mit. Die Eltern unterzeichnen es kommentarlos. Was sollen sie auch sagen, wenn Lina eine sehr gute Schülerin ist?

    Am Nachmittag findet ihr Ballett statt, den sie 3 Mal in der Woche belegt. Weitere 3 Tage in der Woche ist sie mit der Musikschule beschäftigt. Den Sonntag nutzt Lina, um Defizite zu bewältigen. Sie ist allein, weil ihre Freunde den ganzen Ehrgeiz nicht verstehen können. Freunde vermisst sie jedoch nicht. Lina ist 13 Jahre.



Es mag Personen geben, die so leben können und glücklich sind. Die meisten würden hier jedoch die Fürsorge der Eltern vermissen, den Bezug zu gleichaltrige Personen, durch Freunde.

 

Was macht eine [Freundschaft] aus?

Freundschaft ist und bleibt individuell. In diesem Abschnitt ist zu erwähnen, dass Freunde sich auch ergänzen sollten. Sobald sich eine Person 'überlegen' fühlt, kann es gefährlich werden, weil entweder eine Abhängigkeit entstehen kann oder die Freundschaft kippt in Richtung Ende. Oder......

Die 'unterlegene' Person, nimmt diese 'Hilflosigkeit' ggf. an, somit nicht gesund, oder steuert bereits im Vorfeld auf Selbstzweifel, Abhängigkeit, Depressionen zu.

 

Fazit: Freunde sollten sich ergänzen können.

Jeder hat Stärken und Schwächen. Jeder ist einmal mutlos und hilflos. Jeder hat die Chance, den anderen aufbauen zu können. Das schafft Vertrauen, gesundes Vertrauen.

 

verquert am 21.10.10 22:39


Pro Ana

"Lass eine jahrelange sehr gute Freundschaft nicht durch einen Keks zerstören."
 [von winni]
 
(mein Wunsch an alle, die sich für ein "Pro-Dasein" entschieden haben und nun ihr Denken nach einer Essstörung ausrichten wollen. Des Gewichtes und der Anerkennung wegen. Dieser Plan geht nicht auf.)
verquert am 11.10.10 16:36


Vorurteil Klinik

Dir geht es mies. Nicht erst seit gestern oder einigen Tagen, sondern schon sehr lange. Bisher sprachen immer sehr viele Gründe gegen einen Klinikaufenthalt. Noch immer gibt es diese Gründe, aber das Gleichgewicht nimmt zu. Inzwischen gibt es mindestens noch mehr Gründe,  die besagen, dass ein Klinikaufenthalt positive Aspekte haben kann....

:. etwas Raum zum 'Sein' geben wird
:. den Alltag hinter einen lassen
:. Personen finden, mit denen man reden kann - Tag und Nacht
:. Sich mit der eigenen Person auseinandersetzen können
:. (somit) neue Ziele entwickeln können
:. wieder motiviert sein, für 'das Leben danach'
:. sehr viele Menschen werden verstanden, ich vielleicht auch...
[....]

 

Natürlich werden nun die Ängste anklopfen und sagen

:. "die lassen mich doch nie wieder raus"
- nur wer akute Selbst- oder Fremdgefährdung fabriziert,
- sich auf keine Regeln einlässt (nicht generell absprachefähig ist)
muss entweder die Klinik verlassen oder wird per Gerichtsbeschluss dabehalten. Hier muss aber schon jede Menge im Argen liegen, sodass dieser Schritt gegangen werden muss. Generell sollten die Kliniken das Wohl der Patienten im Auge haben. Hier kann eine Vorab-Info von Betroffenen (im Internet) oder ein Termin in der potentiellen Klinik nicht schaden.

 

:. "was sollen denn die Eltern/Freunde/Bekannte denken von mir?
was sollte denn 'das Umfeld' denken, wenn sich jemand die Unterstützung sucht, die gerade nötig ist, um das eigene Leben ... sinnvoll nutzen zu können? Hoffentlich werden sie Unterstützung geben, wie auch immer sie aussehen kann.

Leider ist es aber tatsächlich so, dass psychiatrische Kliniken mit sehr vielen Vorurteilen und Ängsten behaftet sind. Hier kann vielleicht die Frage beim 'Verurteiler' helfen, welche Vorstellungen er (oder sie) zum Thema "Psychotherapie" pflegt. Die meisten Vorstellungen sind.... kurios.

 

:.  "Mein Arbeitgeber wird mich rausschmeißen"

"Krank ist krank". Hier spielt es keine Rolle, ob die Seele leidet oder der Körper. Vor allem spielt oftmals beides zusammen eine Rolle.

Viele psychiatrische Kliniken können auch einen "allgemeinen Stempel" auf dem Krankenschein packen. Eine andere Möglichkeit ist es, die Krankschreibung vom Hausarzt ausstellen zu lassen. So braucht der Arbeitgeber gar nicht wissen, in welcher Klinik gesteckt wird.

. Vor allem sollte sich die Frage gestellt werden, ob der 'Kläger' selbst zum Arzt geht, bei Unwohlsein und Missempfindungen, wenn nicht, den Grund heraus bekommen. Manchmal sind es genau die gleichen Ängste und Gedanken "was denken die anderen von mir?"

 

:. "Ich werde doch nie (wieder) einen Job erhalten!"

Eine Klinikzeit kann von 3-12 (manchmal länger) Wochen andauern. In der Bewerbung kann diese Zeit umschrieben werden. Vielleicht mit der Textstelle wie "Aneignung  von 'Softskills'", die auf die erlernten Thematiken ansprechen. Zum Beispiel kann das Erlernen, wie richtig 'gestritten wird' später lauten "Konfliktmanagement". Oder falls in der Klinik am Durchsetzungsvermögen gearbeitet wurde: dies fällt unter dem Stichwort "soziale Kompetenz". Und so weiter und so fort. (Ausbau der Belastbarkeit, erkennen von Stärken und Schwächen fallen ebenfalls unter die 'soziale Kompetenz'.)

Ja, ein Klinikaufenthalt kann auch für die Arbeit hilfreich sein.

 

:. "Mich kann sowieso niemand verstehen"

Warum wird so gedacht? Liegt es daran, dass man sich nur schwer mitteilen kann? Wird aus Erfahrung gesprochen? Auch hier kann ein 'Vorab-Gespräch' hilfreich sein. Um Ängste ansprechen zu können und Fragen beantworten zu lassen.

 

:. "Wenn sie von meinen Suizidgedanken hören, dann sperren sie mich doch gleich weg"

Wenn sie das wirklich bei jeder Person machen würden, wären die geschlossenen Abteilungen bereits hoffnungslos überfüllt. Sind sie schon, zugegeben. Aber meist MÜSSEN oder WOLLEN die Patienten geschützt werden (oder von Allem und Jeden Ruhe haben). Auch offene Stationen sind restlos überfüllt, von Personen, die (mehr oder weniger) freiwillig die Klinik aufgesucht haben.


Die meisten Einzeltherapeuten können mit Suizidgedanken arbeiten. Denn aus ihr spricht 'der Fluchtgedanke'. Dieser Gedanke trägt sehr viele Probleme mit sich, die sich im 'realen Leben' scheinbar nicht umsetzen lassen. Somit kann geschaut werden, wie trotzdem eine Entlastung umgesetzt werden kann (Auszug aus dem Elternhaus, Umzug in eine 'geschütztere Umgebung', Anbindung zu Selbsthilfegruppen oder anderen Kontaktmöglichkeiten, ect....)

 

 

Noch mehr Ängste? Die Kommentarfunktion ist hoffentlich funktionsfähig. Ich muss nun los  

verquert am 5.10.10 08:21


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