Und wer sieht die andere Seite?

Gerade schaue ich mir wieder vermehrt Videos an, die das Selbstverletzende Verhalten, die Borderline-Persönlichkeitsstörung und ähnliche (Folge-)Erkrankungen thematisieren.

 

Immer wieder fällt ein Thema auf: die Gründe.

:. die Sehnsucht nach Freiheit wird mit einer Essstörung versucht zu kompensieren.
:.  der Frust am Tag wird mit Hilfe von Selbstverletzung abgebaut.
:. um die Einsamkeit zu füllen, wird anstatt das Telefon in die Hand zu nehmen, zur Klinge gegriffen.

 [....]

 

Natürlich sind alle Strategien festgesetzte Verhaltensmuster. Wann aber ist der Punkt erreicht, wo andere Strategien erlernt werden möchten? Was muss passieren, um festzustellen, dass das aufritzen/-schneiden der Haut keinen anhaltenden und problemlösenden Effekt hat?

 

Über Probleme kann gesprochen werden. Sieht es die Gesellschaft aber genauso? Was sind die tatsächlichen Gründe für das Selbstverletzende Verhalten?

 

Autor: meine Wenigkeit 'verquert'

18.9.10 02:18
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sandfrauchen / Website (18.9.10 03:53)
Ich gebe einfach mal meinen Senf dazu, weil du mich gerade zum Nachdenken gebracht hast. (:
Darf natürlich auch überlesen werden ;P

Hmm ... "Wann aber ist der Punkt erreicht, wo andere Strategien erlernt werden möchten?"
Ich glaube, hier geht es nicht um das Möchten.
Ich glaube auch, dass gar nicht so viel passieren muss, damit man merkt, dass SVV und Essstörungen nicht ewiglich Befriedigung verschaffen.
Beim SVV geht das vielleicht noch schneller als bei einer Essstörung. Man schneidet sich, und da ist der Schmerz, da ist das Blut, man spürt das und fühlt diese grenzenlose Erleichterung. Aber nach dem Schmerz kommt irgendwann das Abklingen, das Blut versiegt, und das einzige, was übrig bleibt, ist ein dumpfes Pochen und nicht selten Schuldgefühle.
Weil man halt genau merkt, dass es nur zeitlich bedingt eine "(Er-)Lösung" ist.
Ich wusste sehr schnell, dass das nicht wirklich etwas bringt.
Und da hört das "möchten" auf, es ist eine Frage des "Könnens", glaube ich.

Natürlich möchte ich in Momenten, in denen der Druck da ist, lieber jemanden anrufen, mich ausheulen.
Aber kann ich das? Im Moment ... nein. Ich mache mir dann Gedanken, andere zu belasten, ich habe Angst, nicht zu wissen, was ich sagen soll, oder sogar nicht einmal per Mail die richtigen Worte zu finden.
Da ist das Verletzen "einfacher". Die Klinge nehmen und schneiden, das ist simpel.
Das ist das Problem, schätze ich.

Ich denke mal, um zu merken, dass es nicht ewig weitergehen DARF mit dem SVV, den Essstörungen - da muss etwas ... Schlimmeres passieren. Und sei es nur, dass z.B. die Mutter ins Zimmer kommt und den Arm sieht. Dann "muss" man reden - man kommt nicht darum herum, und dann merkt man erst, wie schwer es vielleicht ist, aber dass es gut tut.

Liebe Grüße
das Sandfrauchen


verquert (18.9.10 13:41)
Hallo Sandfrauchen,

vielen Dank für Deine Rückmeldung. So schnell hätte ich nicht damit gerechnet, wenn überhaupt. (Es ist sowieso noch alles in Arbeit.)

Über Probleme reden (dürfen), andere nicht zu belasten. Würden andere Personen, vielleicht die keinerlei Ahnung vom Gebiet haben auch verstehen? Wenn sie es nicht können, ist es gefährlich. Wenn Sprüche entgegnet werden, vonwegen "komm zu mir, kotz Dich aus, aber ritz Dich nie wieder!" Somit ist der betroffenen Person auch nicht geholfen. Was bleibt? - Oftmals nur die Klinge.

Wenn Du reden magst, habe ich meine E-Mailadresse hinterlegt. Natürlich ist auch weiterhin hier möglich. (Mit dem Kontaktformular weiß ich nicht, ob es funktioniert.)


Sandfrauchen / Website (18.9.10 22:28)
Naja, ich bin zufällig hier gelandet, und der Eintrag hat mir sehr gut gefallen (:
Klingt übrigens allgemein sehr interessant, so die Idee für den Blog und so ... wenn das okay ist, würde ich ihn gerne auf meiner Seite verlinken?

Ja ... das ist natürlich auch ein Problem. Dieses "Du darfst das nicht mehr tun, das ist schlecht." Ich verstehe diese Einstellung, wenn Leute keine Ahnung davon haben, aber geholfen ist einem damit wirklich nicht.

Und vielen Dank für die eMail-Adresse (:

Liebe Grüße
das Sandfrauchen

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