... wenn sich auf einmal das eigene Kind selbst verletzt, ist es schwer zu verstehen. Die Sicht der Eltern ist oftmals der Unglaube 'an die Tat' des eigenen Sprösslings. Die erste Frage der Eltern oder des Elternteils ist oftmals
"Was habe ich falsch gemacht?" oder


"wie konnte das passieren? Es ist doch ein Phänomen aus den Medien!" oder
"Mein Kind hat es doch gut hier gehabt."
[....] welche Aufzählungen gehören noch hier rein?

 Die Reaktion bleibt oftmals nicht lange aus. Unter den "Top Ten" befinden sich unter anderem folgende Szenen:

  • [Verdrängung] "Lass das sein, wir unternehmen mehr miteinander und alles wird wieder gut." Und niemals mehr wird das Thema angesprochen.
    Das Thema gerät in Vergessenheit, manchmal ist das Kind froh darüber. Aber auch wieder allein.
  • [Hilflosigkeit] Der Gang zum Hausarzt oder gleich in eine Klinik am nächsten Tag, vielleicht noch am gleichen.
    Hier kann sehr schnell das Gefühl aufkommen, abgeschoben zu werden.
  • [Vorurteil] "SVV ist eine Modeerscheinung". Bei einigen mag die Mythe stimmen, trotzdem sollten die Emotionen des Kindes bei der "Offenbahrung" oder wenn es "erwischt wurde" eingefangen werden. Kein Kind, der es des Trendes wegen macht, würde sich schämen, traurig schauen oder ähnliches.
  • [Emo] Wo ich schon bei Vorurteil bin. Zwar kann ich mit "Emo" nichts beginnen, aber die selbsternannten, meinetwegen anerkannten "Emos" (von wem auch immer), sind alle irgendwo innerlich tief traurig gewesen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich sie in Selbsthilfeforen kennengelernt habe. Zumindest halte ich fest: "Auch Emos können verzweifelt sein, sodass sie zur Klinge greifen". Wobei die anderen eher zur Modeerscheinung gehören!?
  • [Drohungen] "Wenn Du es wieder machst, gibt es Hauserbot.
    und das Kind ist wieder mit dem Schmerz allein. Zudem merkt es, dass kein Verständnis aufkommt. Es muss sich weiter (in sich) zurückziehen.
  • Noch schlimmer: auch säureartige Dinge wird in die (frische) Wunde gegeben. Somit soll der Lerneffekt sein, dass .... ich weiß es nicht. Dies zähle ich auf, weil diese Reaktion eine Tat eine Körperverletzung und somit eine erneute Grenzüberschreitung ist!

3 Punkte fehlen noch. Ich denke aber, dass diese Beispiele reichen. Andernfalls würde ich mich auch wiederholen.

 

Nun die Frage, der Fragen: wie soll mit dem Kind umgegangen werden!? - Hier habe ich eine schlechte Nachricht: eine "immer richtige Antwort" gibt es nicht. Warum die obrigen Reaktionen ungeeignet sind, habe ich teilweise versucht zu erklären. Was aber die Wünsche von so manchen Betroffenen sind: zu nichts gezwungen werden. Das heißt: mit dem Kind Strategien und Lösungswege finden. Eine Therapie kann in Frage kommen, wenn der Sprössling selber den Bedarf sieht. Über den Kopf hinweg entscheiden nur dann, wenn es lebensgefährlich ist.

 

Anlaufstellen sollte (leider) nicht der Hausarzt sein. Zumindest dann nicht, wenn
a.) der Hausarzt keine Erfahrung im Umgang mit selbstverletzendes Verhalten hat (was es tatsächlich noch gibt!) und
b.) ein Beratungsgespräch im Vordergrund steht.

Hier kann auf den städteeignenen Beratungsstellen von "Pro Familia", "Caritas", "AWO", Jugendamt, [....] geschaut werden, ob jemand von ihnen eine Beratungsstelle hat, wo diese Thematik besprochen werden kann. Bei Bedarf werde ich nach einiger Zeit Beispiele und Einrichtungen nennen.

 

Wichtig für Eltern: Die Frage der Schuld sollte niemals im Vordergrund stehen! Natürlich ist es möglich, dass die Probleme vom Elternhaus stammen. Hier ist eine große Portion Selbstreflektion geboten. Das Klima kann sich wieder bessern, wenn auch Fehler zugegeben werden können. Als 'gutes Beispiel zu dienen' ist niemals vorteilhaft, sich als "perfekt" darzustellen. Denn wer das glaubt, lebt nicht in der Realität.

 

geschrieben von mir
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